24/07/2026 0 Kommentare
Brahms-Requiem
Brahms-Requiem

“Ein deutsches Requiem” Johannes Brahms (1833 – 1897)
15. November 2026 um 17 Uhr, Marienkirche Jöllenbeck
Eintritt 18 € / Schüler und Studenten 10 €
Die Kantorei Jöllenbeck hat in ihrer langen Geschichte seit den 1950er Jahren viele Werke Bachs aufgeführt. Viele Oratorien-Konzerte waren dabei, in denen Bachs Passionen sowie das Weihnachtsoratorium oder Teile der H-Moll-Messe aufgeführt wurden. Auch der Messias oder “Judas Maccabäus” von Händel sowie Werke Mozarts oder der “Paulus” von Mendelssohn waren in Konzerten zu hören.
Aber noch nie ist das großartige Brahms-Requiem in der Jöllenbecker Kirche erklungen!
Nachdem in kollegialer Zusammenarbeit mit den Kantoreien Enger und Jöllenbeck sowie dem Kammerchor Jöllenbeck vor zwei Jahren der “Paulus” mit großem Orchester zur Aufführung gebracht wurde, haben meine Kollegin Antje Wiese und ich beschlossen, gemeinsam das große deutsche Requiem einzustudieren. Dies erfolgte in enger Abstimmung seit Jahresbeginn und wird in zwei Konzerten – die erste Aufführung ist am 14.11. um 19 Uhr in der Stiftskirche Enger – mit dem Orchester SpielWERK+ zum Abschluss kommen.
Beginnen wird unser Konzertprogramm von ca. eineinhalb Stunden mit einem Stück für Orgel und Orchester von J. G. Rheinberger (1839 – 1901) mit Antje Wiese an der Orgel. Rheinberger war einer der bedeutendsten Komponisten für Orgel im 19. Jh. Sein hochromantisches Orgelkonzert in F-Dur Opus 137 ist nicht zuletzt tonartlich eine perfekte Einstimmung auf das folgende Requiem des Freundes Brahms.
Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms gilt als eines der bedeutendsten geistlichen

Werke überhaupt. Es ist keine deutsche Übersetzung des lateinischen Requientextes. Vielmehr hat sich Brahms sehr lange damit auseinandergesetzt, welche biblischen Texte aus Altem und Neuem Testament er vertonen wollte. Die mindestens zehnjährige Entstehungszeit bis zur Uraufführung 1868 schließt viele persönliche Schicksalsschläge, wie z.B. den Tod der Mutter oder des Freundes Schumann, ein. So ist sein Requiem weniger dem Gedenken der Toten als vielmehr dem Trost der Lebenden gewidmet: Die Tragik des menschlichen Daseins und seine Vergänglichkeit im Tod mündet in der Erkenntnis “Der Tod ist verschlungen in den Sieg” (1. Kor. 15,55).
Hauke Ehlers
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