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Das Jöllenbecker Kleiderhäuschen

Das Frühjahr ist eine tolle Jahreszeit. Die Natur erwacht zu neuem Leben. Wir haben den Drang, uns von „Altlasten“ zu befreien. Man könnte ja mal im Haushalt aufräumen und sich von nicht benötigten Dingen trennen. In Küche, Kleiderschrank, Kinderzimmer oder Keller Ordnung schaffen. Für überflüssige Sachen gibt es einen dankbaren Abnehmer in Jöllenbeck: Das „Kleiderhäuschen“ an der Volkeningstraße 3, etwas versteckt hinter der Hauptschule zu erreichen über einen kleinen Seitenweg!

Jeden Montag von 8.30 bis 10.30 Uhr ist es für den Verkauf geöffnet. Dienstagsvormittags werden von 8.30 bis 11.30 Uhr Sachspenden entgegengenommen. Jeden ersten Samstag im Monat ist Flohmarkt von 10 bis 14 Uhr. Der hat sich als interkultureller Treffpunkt bewährt und eine intensive Gesprächskultur entwickelt. Es gibt Tipps und Ratschläge. „Wir wissen, wo wir die Menschen hinschicken können“, so die jetzige Leiterin Ute Wittenberg.

Dorothea Held und Lieselotte Tiemann haben diese Institution bereits 1986 an anderer Stelle ins Leben gerufen. Frau Wittenberg und Emine Kuyun sind die beiden Jüngeren im Team.  Erika Einsporn, Rosemarie Pühler, Romwald und Nelli Dutt, Woldemar Leitner und Heinrich Urig  - alle haben die 70 bereits überschritten. Der älteste Mitstreiter ist  85! Alle sind seit vielen Jahren dabei. Allen gilt unser Respekt!

An Sachspenden sollte nur weitergegeben werden, was noch brauchbar ist. Das „Kleiderhäuschen“ bitte nicht als Müllabladeplatz nutzen! Ziel der Einrichtung ist es, Menschen zu helfen, die finanziell nicht so gut situiert sind. Auch Flüchtlinge sollen vom Angebot profitieren. Schauen Sie selbst doch auch mal rein, dort ist so manches „Schätzchen“ zu finden! Es gilt, Nachhaltigkeit zu fördern und nicht alles gleich wegzuwerfen. Ressourcen sollen genutzt und der Kreislauf der Dinge bewahrt werden.
Früher waren die Räumlichkeiten eine Gärtnerunterkunft der Stadt Bielefeld, die das Objekt der Ev.- Luth. Versöhnungs-Kirchengemeinde Jöllenbeck zur Verfügung gestellt hat. Lediglich die Nebenkosten sind aufzubringen. Eine Renovierung war dringend nötig. Die Stadt (ISB) hat jüngst die Kosten für Überholung der Beleuchtung sowie Fußbodenarbeiten  übernommen. Jöllenbecker Handwerker beteiligten sich mit Materialhilfe für Holz und Farbe sowie mit der Dachrinnenreinigung. Der Rest wurde in Eigenregie erledigt.

Das „Kleiderhäuschen“ gibt Sachen, die nicht verwertet werden, an andere Institutionen weiter.
Unterstützt wird stark der Verein Agape e.V., der Kindern in Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern hilft. Geldspenden gehen an verschiedene soziale Projekte.
So z.B. in unserer Gemeinde an das Mädchenhaus Gruppe Hannah, das CVJM Jugendcamp, den Chor Bridge Walkers – Jugendarbeit in Namibia, das Projekt der GfS „Blick über den Tellerrand“, Ärzte ohne Grenzen, die Blindenmission Christoffel und mehr.
Das Team um Frau Wittenberg wundert sich immer wieder, dass das „Kleiderhäuschen“ so viele Einrichtungen unterstützen kann. Dafür setzt sich das Team ein! Entlastung würde persönliche Hilfe etwa bei der Hof- und Gartenpflege oder der Reparatur gespendeter Gegenstände bringen. Nicht mehr Benötigtes, gut Erhaltenes aller Art ans „Kleiderhäuschen“ zu spenden, sollte unsere Devise sein. Unterstützung ist gefragt! Dass noch soziale Projekte finanziell unterstützt werden, ist ein wertvoller Nebeneffekt.
Für uns in Jöllenbeck, Theesen und Vilsendorf und darüber hinaus ist das „Kleiderhäuschen“ eine großartige Einrichtung. Es gibt aber auch hier Nachwuchssorgen. Egal in welchem Alter Sie sind: Vielleicht wäre Ihre Mithilfe eine Bereicherung für Ihr Leben? Es wäre schön, wenn Ihr Interesse für die Sache geweckt wäre.    (Hildegard Kelm)