Auferstehungs-Kirche
Grußwort zum 50ig jährigen Jubiläum der Auferstehungskirche Lüdenscheid
Liebe Gemeindeglieder der Auferstehungskirche in Lüdenscheid,
zum 50ig jährigen Jubiläum der Auferstehungskirche in Lüdenscheid grüsse ich Sie im Namen des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg ganz herzlich und wünsche Ihnen für die Jubiläumsfeierlichkeiten ein segensreiches und gutes Miteinander.
Sie schauen auf eine 50ig jährige Geschichte Ihrer Kirche zurück, die von Wechsel und Veränderungen gekennzeichnet ist. Zunächst gehörte die Kirche zur „Ev. Kirchengemeinde Lüdenscheid“. 1969 wurden die Kirchengemeinden aufgeteilt und es entstand die „Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Lüdenscheid“. Im Herbst vergangenen Jahres haben sich die drei südlichen Kirchengemeinden Lüdenscheids zur „Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Lüdenscheid“ zusammengelegt. Menschen kamen und gingen in diesen Jahren, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende prägten das Gemeindeleben, Pfarrer und Pfarrerinen haben in der Leitungsverantwortung mit den Presbyterien die Gemeinde nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der jeweiligen Zeit geprägt.
Heute stehen wir als Kirche Jesu Christi vor neuen entscheidenden Herausforderungen. Die Gemeindegliederzahlen sind deutlich geringer geworden, die Kirchensteuermittel werden in den nächsten Jahren weiter zurückgehen. Die Kirche verändert sich, sie muss sich den Fragen der Menschen und der Gesellschaft stellen und ihre Angebote neuen Bedingungen anpassen. Sie muss mit geringer werdenden Ressourcen an Gemeindegliedern und finanziellen Möglichkeiten leben. Der Weg in die Zukunft wird kein leichter sein. Viele Maßnahmen werden ergriffen. Und doch sind unsere Möglichkeiten nur begrenzt.
Auf dem Weg in die Zukunft gibt es keine bessere Grundlage als die Gewissheit, die in der Jahreslosung für das Jahr 2006 ihren Ausdruck findet: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“ (Josua 1,5).
Dieses Wort spricht aus einer Wegerfahrung an einer entscheidenden Stelle des Gottesvolkes Israel. Beim Übergang von der 40 jährigen Wüstenwanderung zur Landnahme steht ein entscheidender Wechsel in der Führung des Volkes an. Moses ist am Ende der Wüstenwanderung gestorben und Josua wird berufen, das Amt zu übernehmen. Josua steht an der Schwelle ins Ungewisse. Unsicher ist die Zukunft für ihn und das Volk. „Was kommt auf mich zu? Wie kann ich den Aufgaben standhalten?“ so oder so ähnlich wird er sich gefragt haben. „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“, ist Gottes Antwort auf Josuas Fragen. Gott gibt ihm keine Rezepte oder Verhaltshinweise an die Hand, sondern sagt ihm seine Begleitung und Hilfe zu. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
„Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ Wir dürfen diese Zusage Gottes als seine Verheißung auch in die Fragen der Gemeinde unserer Tage hinein nehmen. Mit Jesus hat Gott bekräftigt, dass seine Zusage „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“ auch für uns als Kirche Jesu Christi gilt. Diese Zusage gilt uns in allen Herausforderungen und Aufgaben, denen wir uns zu stellen haben.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich unter dieser Zusage im Miteinander Ihrer Gemeinde und der Kirche zuversichtlich auf den Weg machen und eine lebendige Gemeinde bleiben, die etwas von Gottes Güte zu leben und zu erzählen weiß.
Mit den besten Wünschen für den Weg in die Zukunft
Ihr Klaus Majoress, Superintendent
