Die Marienkirche Jöllenbeck

Die Marienkirche ist die Pfarrkirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde im Bielefelder Stadtteil und Stadtbezirk Jöllenbeck. Die heutige „neue“ Marienkirche von 1854 ersetzt den mittelalterlichen Vorgängerbau, der 1877 niedergelegt worden ist. Sie steht unter Denkmalschutz und hat nach altem Staatskirchenrecht den Status einer Patronatskirche (Land NRW).

Im Rahmen der Initiative „Verlässlich geöffnete Kirche“ steht die Marienkirche Besuchern regelmäßig zur Besichtigung, Einkehr und Meditation offen.

 

(Qu: Wikipedia,  12.11.2016,
Foto: Von Petit8 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php)

Die Auferstehungskirche Theesen

Die Auferstehungskirche Theesen

Bis 1950 gehörten die evangelischen Einwohner von Theesen zur Kirchengemeinde Schildesche. Aber auch zu dieser Zeit gab es schon eigene Gottesdienste in Theesen, im Winter im Schulhaus, im Sommer auf dem Friedhof. Nach dem Krieg stieg die Bevölkerungszahl in Theesen stark an. So begann man mit der Planung einer eigenen Kirche.

Das Grundstück neben dem Friedhof konnte von Hauptlehrer Sudbrack erworben werden. Grundstücksverkäufe aus dem Kirchenbesitz sowie viele Spenden von Theeser Bürgern sicherten einen großen Teil der Kosten für den Kirchbau.

Als Architekt wurde Albert Schröter gewonnen. Er entwarf eine Kirche, die sich gut in die umgebende Landschaft einfügt. Die Gestaltung des Innenraumes übernahm Prof. Arnold Rickert aus München. Auch die Innenausstattung wurde weitgehend durch Spenden finanziert.

Am 1. Advent 1951 konnte die Kirche als erster Neubau in Bielefeld nach dem Krieg durch Präses Wilm feierlich geweiht werden. 

Die Kirche enthält einige bedeutende Kunstgegenstände, so das Auferstehungsfenster über dem Altar von Hilde Färber. Abendmahlsgeschirr, Taufschale und –kanne wurden von Prof. Rickert gestaltet. Außerdem fand der historische Deelentorbogen von 1789 mit den typischen Ravensberger Posaunenengeln einen würdigen Platz über der Innenseite der Eingangstür.

Die Epiphaniaskirche Vilsendorf

Die Epiphaniaskirche ist eine der drei Pfarrkirchen in der vereinigten evangelisch-lutherischen Versöhnungs-Kirchengemeinde Jöllenbeck im Bielefelder Stadtteil und Stadtbezirk Jöllenbeck (Vereinigung der Kirchengemeinden Jöllenbeck, Theesen und Vilsendorf am 01. Oktober 2016). Sie ist nach Epiphanias (Erscheinung des Herrn) benannt. Der 1963 geweihte, moderne Sakralbau ist weithin durch seinen Kirchturm in Gestalt eines Kreuzes sichtbar und ist dem Architektur-Stil des Brutalismus zuzuordnen.

Geschichte Die Grundsteinlegung erfolgte am 17. Juni 1962. Am 1. Juli 1962 war die Kirchengemeinde Vilsendorf unabhängig geworden, bis dahin gehörte das Gebiet zum Pfarrbezirk der Stiftskirche Schildesche. Ein Teil der Gläubigen aus dem Norden Vilsendorfs besuchte aber auch die Gottesdienste in der Nachbargemeinde Jöllenbeck. Am 30. Juli 1963 wurden die Kirchenglocken feierlich nach Vilsendorf geholt. Am 8. September 1963 weihte Präses Ernst Wilm den Sakralbau. Da die politische Gemeinde Vilsendorf, die damals zum Amt Jöllenbeck gehörte, zur gleichen Zeit an gleicher Stelle die Errichtung eines Kriegerdenkmals zur Erinnerung an die gefallenen Vilsendorfer aus den beiden Weltkriegen plante, wurde das Kriegerdenkmal in den Kirchturm integriert.

Architektur Das Bauprojekt umfasste neben dem freistehenden Kirchturm und dem Kirchenschiff auch den Umbau der ehemaligen Dorfschule zum Gemeindehaus und den Neubau des Pfarrhauses. Die Pläne stammten vom Bielefelder Architekten Günther Klussmann. Die Kirche ist zum Teil von Le Corbusiers Wallfahrtskirche Notre Dame du Haut in Ronchamp (Frankreich) inspiriert: der Bau ist polygonal asymmetrisch, für den Turm und das Kirchenschiff wurde Sichtbeton verwendet, das wuchtige Kirchenportal ist auf Innen- und Außenseite emailliert und künstlerisch gestaltet. Entwurf und Ausführung des Kirchenportals erfolgten durch den Künstler Fritz Reuter aus Erlangen († 1981). Das Portal besteht aus einer einflügeligen Tür, deren Drehachse senkrecht in der Tür verläuft. Beim Öffnen schwenkt der größere Teil nach außen und der kleinere Teil nach innen, so dass zwei Wege in die Kirche hinein und aus der Kirche heraus entstehen. Von der Zuwegung bis zum Altar ist der Boden mit Waschbeton gestaltet.Der Kirchturm steht getrennt vom Saalbau. Der Grundriss ist kreuzförmig und wird aus zwei Blättern aus Sichtbeton gebildet. Den Boden des Glockenzimmers bildet ein weiteres Blatt aus Sichtbeton, so dass auch aus der Ferne der Kirchturm den Anblick eines Kreuzes bietet. Im Inneren des Turms verläuft eine Wendeltreppe mit 103 Stufen, die in das Glockenzimmer führt. Am Fuß des Kirchturms finden sich als negatives Relief in den Sichtbeton eingegossen die Namen und Lebensdaten der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten aus Vilsendorf.

(Qu. Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Epiphaniaskirche (Vilsendorf) 28.5.2017)